CORVETTE C4 1984 - 1996
|
1984
|
Die vierte Modellgeneration mit einer sehr flach stehenden Frontscheibe wird eingeführt.
|
|
|
|
|
1986
|
Nach zehnjähriger Pause ist wieder ein Cabrio erhältlich. ABS zählt zum Serienstandard.
|
|
|
|
|
1987
|
Eine Twin-Turbo-Version des Tuners Callaway Engineering kann ab Werk
geordert werden und ist bis 1991 im Programm.
|
|
|
|
|
1990
|
Der Fahrerairbag wird eingeführt.
|
|
|
|
|
1992
|
Die einmillionste Corvette verlässt das Werk. Eine Antriebsschlupfregelung wird Serie.
|
|
|
|
|
1994
|
Eine technische Neuerung ist die sequentielle Benzineinspritzung. Ledersitze und Beifahrerairbag halten Einzug in die Serienausstattung, Reifen mit Notlaufeigenschaften sind lieferbar.
|
Schnörkellose Form und konsequenter Leichtbau – die vierte Generation (C4)
So wie es in den meisten Hotels kein 13. Stockwerk gibt, existiert bei der Corvette kurioserweise kein Modelljahr 1983. Aber nicht der Aberglaube, sondern der vergleichsweise späte Serienstart im März 1983 führte dazu, dass Chevrolet-General-Manager Robert Stempel entschied, die neue Generation gleich mit dem Modelljahr 1984 beginnen zu lassen.
Die vierte Auflage besitzt den kühlen Charme der 80er Jahre, Designer Jerry Palmer hat dem Sportwagen eine klare, sachliche Linienführung verliehen. Diese Schnörkellosigkeit bewährte sich besonders im Windkanal: Der cw-Wert von 0,34 gehört zu den besten Aerodynamik-Ergebnissen jener Epoche, ein Verdienst auch der mit 64 Grad sehr flach stehenden Frontscheibe. Die kuppelförmige Heckscheibe bildet die größte Glasfläche, die bis dato ein amerikanisches Auto besessen hat.
Insgesamt ist die C4-Corvette eine halbe Nummer kleiner geraten als der kurvenreiche Vorgänger: Im Vergleich zur letzten C3-Version von 1982 ist die 84er Corvette in der Länge um 16 Zentimeter auf 4,48 Meter geschrumpft, mit einer Höhe von nur 1,19 Metern duckt sie sich so tief auf die Straße wie keiner ihrer Ahnen.
Nach exakt zehnjähriger Pause ist 1986 endlich wieder ein Cabrio lieferbar. Elegant verschwindet das Verdeck unter einer flachen Klappe. Obwohl die offene Corvette zum ersten Mal mehr kostet als das Coupé (rund 5.000 US-Dollar), findet die schicke Open-air-Version auf Anhieb ihre Fans. 1987 etwa entscheidet sich jeder dritte Käufer für das Cabriolet.
Um das Handling und die Gewichtsverteilung nochmals zu verbessern, rücken die C4-Entwickler den Motor weiter in die Fahrzeugmitte Richtung Spritzwand. Der breitere Kardantunnel gibt der Karosserie mehr Steifigkeit. ABS (1987) und Traktionskontrolle (1992) steigern die aktive Sicherheit. Ein neues Sechsgang-Handschaltgetriebe von ZF (1989) verringert den Kraftstoffverbrauch.
Nach den Hubraum- und PS-Rekorden der letzten Generation kommen in diesem Modellzyklus ausschließlich V8-Motoren mit 5,7 Litern Hubraum zum Einsatz, ab 1985 wird das neue L98-Triebwerk mit moderner Kraftstoffeinspritzung von Bosch samt Luftmassenmessung verbaut. Trotz der Leistungssteigerung von 205 auf 230 PS sinkt der Verbrauch dadurch um elf Prozent.
In puncto Leichtbau sind die Corvette-Entwickler ihrer Zeit einmal mehr weit voraus. Fahrwerkskomponenten wie die oberen und unteren Querlenker vorn, die Halterung der Lichtmaschine und Teile der Servolenkung sowie des Klimaanlagen-Kompressors sind bei den C4-Modellen aus Aluminium, ebenso besteht die Antriebswelle aus geschmiedetem Leichtmetall. Die Motorhaube ist ein Sandwich-Verbundteil Der Kühler besitzt Rippen aus Aluminium und einen Ausgleichsbehälter aus Kunststoff, ab 1985 wird für das Gehäuse des Bremskraftverstärkers ebenfalls Kunststoff verwendet. Bei den Zylinderköpfen kommt Aluminium ab 1986 zum Einsatz.
Nach über 358.000 produzierten C4-Modellen debütiert im Januar 1997 auf der Detroit Motor Show der komplett neu konstruierte Nachfolger – die aktuelle C5-Corvette.
|
Steckbrief Corvette C4
|
|
Produktionszeit
|
März 1983 - 1996
|
|
Stückzahl
|
358.180 (darunter 74.651 Cabrios)
|
|
Länge/Breite/Höhe (m)
|
4,48/1,80/1,19 (84er Modell)
|
|
Radstand (m)
|
2,44
|
|
Werk
|
Bowling Green/Kentucky
|
|
Motoren
|
Small-Block-V8 mit 5,7 Litern Hubraum und maximal 405 PS
|
|
Technische Neuerungen
|
Klimaanlagen-Kompressor, Fahrwerk und Servolenkung mit Aluminium-Teilen (1983), ABS (1986), Selective-Ride-Control-Fahrwerk mit verstellbarer Dämpfung (1989), Antriebsschlupfregelung (1992), Notlauf-Reifen (1992)
|